Club für Wassersport Köln-Niehl e.V. 1931    cfw-flagge2

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Der CFW beim Kanu-Camp JEM 2010

Eisblaue Flüsse, majestätische Berge und grüne Wälder, das ist das, was wir wollen. Bei Sonnenschein paddelt es sich einfach in den Alpen am schönsten.

Jedes Jahr biete das Kanu-Camp JEM unter der Führung von Udo und Renate Richter an verschiedenen Plätzen in den Alpen dieses herausragende Kanu-Erlebnis. Leichtes bis schweres Wildwasser wird geboten, je nach Leistungsstand kann man sich bei den geführten Fahrten anmelden. Und dann geht’s los: Morgens um 10 Uhr ist Treffen zur Fahrtenbesprechung und Boote aufladen. Meistens geht es im kleinen Konvoi zur Einsetzstelle und jedes Mal entflammt die Debatte um den Auto-Umsetz-Plan. Aber et hätt noch immer jot  jejange… Schnell umgezogen; ist auch alles dabei, Spritzdecke nicht vergessen…? Ab in die Boote. Ist das herrlich, die ersten Paddelschläge im eisblauen, gletscherkalten Wasser! Der Blick schweift von den glitzernden Wellen  zu den saftig bewaldeten Bergen und weiter zu den kahlen stolzen Gipfeln. Je nach Fluss und Standort kann man im Hintergrund auch die 3000er blinken sehen.  Aber dann fordert der Fluss die volle Konzentration, die erste Verblockung, riesige Felsen mitten im Fluss und plötzlich wird die Strömung immer stärker. Wo geht’s lang, durch welche Walze müssen wir? Der Fahrtenleiter gibt (meistens) für seine Schützlinge die richtige Strecke vor, denn er kennt ja den Fluss. Für uns ist eine Erstbefahrung immer aufregend. Was kommt hinter der nächsten Kurve, was versteckt sich am Fuße eines Katarakts, es rauscht doch schon so bedrohlich?  Aber es gibt auch ruhige Flussabschnitte in den Schluchten und dann kann man die Natur, die Felsrippen, die Überhänge  und das glasklare Wasser genießen. Am Ende eines Paddeltages ist man immer wieder froh und stolz, es geschafft zu haben, das Wildwasser zu meistern. Die bunt gemischte Kanutengemeinschaft tut ein Übriges, sie hilft und unterstützt, frotzelt aber auch mal gerne, damit man die Bodenhaftung nicht verliert. Am Abend sitzt man oft gemeinsam gemütlich vorm Zelt und spricht von seinen paddlerischen Heldentaten.

Bei Regen sieht das Bild allerdings völlig anders aus: Grauverhangene Berge…, Berge? Man  sieht nichts, die Wolken hängen bis zum Boden und geben fleißig Wasser von allen Seiten ab. Schon nachts hört man das monotone Regenklatschen aufs Zeltdach und denkt voller  Furcht, wie die Wasserstände am nächsten Morgen sein werden. Die Temperaturen sind im Keller, 27° C…., 12° morgens, 15° mittags. Mit missmutigem Gesicht schlüpft man in den kaltklammen Neo und mit hochgezogenen Schultern spult man sein Fahrtenprogramm ab. Nicht paddeln wegen Regen kommt allerdings auch nicht in Frage, höchstens bei Hochwasser und Gewitter, denn schließlich ist man zum Paddeln hier! Froh ist man dann, wenn es anschließend eine heiße Dusche gibt oder Karl-Heinz die Sauna angeschmissen hat. Abends sitzt man dann gemütlich (?) gemeinsam im Zelt, neben den „Smell“ verströmenden Neos und tropfenden Spritzdecken, den aufgehängten T-Shirts und Socken. Da hilft dann nur noch eine gute Flasche Rotwein…

Dieses Jahr waren wir in Waidring/ Tirol und sind auf der Kössener Ache, Königsseer Ache, Salzach und  Saalach gefahren. Das Wetter zeigte sich meistens leider von der misslichen Seite. Aus dem eisblauen Wasser wurden erdbraune Fluten, aus der Zeltwiese Überschwemmungsgebiet und aus Flip-Flops wurden Gummistiefel. Aber das kann uns die Laune nicht verdrießen, wir sind ja schließlich Wassersportler!

Renate Gaab

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